Heimwärts Etappe2 bis nach Dresden

Sonnenschein lockt uns zum Frühstück. Danach sind die Sachen schnell gepackt und aufgeschnallt. Durch den Harz fahren wir eine uns bekannte Strecke, dann 100km auf der A38 umfahren wir Leipzig im Süden und ab Störmthal bewegen wir uns auf Fernverkehrsstrassen. Eine Kaffepause in Grimma und so sind wir gegen 15:30Uhr zu Hause.

Fazit: Insgesamt sind wir in den 26 Tagen 5800km gefahren und haben 4 motorradfreie Tage eingebaut. Die Unterkünfte in B&B oder Hotel haben wir ein oder zwei Tage im voraus gebucht. Vom Wetter her haben wir echt Glück gehabt, nur einen Tag hat es durchgängig stark geregnet, an zwei Tagen hat es den halben Tag leicht geregnet und an den restlichen Tagen war es trocken, oft bedeckt bei 15 Grad, aber auch sonnig bei 20 bis 22 Grad. Wir hatten auch alles zum Zelten dabei, aber in Schottland haben wir kein aufgebautes Zelt gesehen, nur weisse Ware auf den Caravan-Stellplätzen. Und insgesamt war es uns nicht warm genug zum Zelten. Durchschnittlich haben wir ca. 100£ für ein Doppelzimmer bezahlt, sowohl für die Zimmer im Hotel als auch für die Zimmer im B&B. Unsere Motorräder haben gut durchgehalten und alles klaglos mitgemacht. Die Landschaft in Schottland ist eine Wucht. Absolut begeisternd. Dafür lohnt sich eine Reise immer wieder.

Pause am Störmthaler See
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Heimwärts Etappe1 bis in den Harz

Pünktlich kommt das Fährschiff in Ijmuden an und wir starten heimwärts. Die ersten 300km fahren wir auf der Autobahn, ab Porta Westfalica fahren wir dann auf Fernverkehrsstrassen bis in den Harz. Nach etwas mehr als 500km ist um 18:30Uhr Schluss und wir checken im Hotel Bergblick in Hohegeiß ein.

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Wieder zur Ferry nach Newcastle upon Tyne

Der letzte Tag in Grossbritannien ist angebrochen und das Wetter verabschiedet uns mit allem, was es aufzubieten hat. Die verbliebenen Kilometer bis Newcastle sind schnell geschafft, noch ein letzter Stop im Tearoom, dann sind wir an der Fähre. Einchecken, Motorräder verzurren, Kabine beziehen, ein Getränk in der Sky Bar ordern und die Sonne genießen. Ab 18Uhr haben wir Abendessen am Bufett.

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Yorkshire Dales

Unsere letzte Tagestour in Grossbritannien führt uns durch die North Pennines und durch den Yorkshire Dales Nationalpark. Die North Pennines sind das nördliche Ende des Gebirgszuges der Pennines, die Landschaft ist von Heide und Mooren geprägt. Als Yorkshire Dales werden die Flusstäler im mittleren Teil des Gebirgszuges der Pennines in Nord-England zusammengefasst. Wieder ist heute so ein schöner, sonniger Tag, wie er besser nicht sein kann. Wir schauen Landschaft. Und die lässt sich nicht lumpen, hinter jedem Gebirgszug eröffnen sich neue traumhafte Fotomotive. Ein perfekter Tag. Wir sind bis 17 Uhr unterwegs, dann kehren wir zum Abendessen im Duke of Cumberland ein, wobei wir bei 23 Grad draussen in der Sonne sitzen.

Middleton-in-Teesdale
Richmond
Castle Carrock
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Lake District

Es gibt eine Region in Nordengland, die hat sie alle zum Schwärmen gebracht, die Poeten, Dichter, Schriftsteller und Romantiker Englands: der Lake District. Der Anblick der kargen, schroffen Berge, der Heidekrautpflanzen, die sich gegen den Wind an den Fels klammern, der dunklen Seen und der Schafe, die sich zum Schutz gegen das raue Wetter in ihr zottiges Fell kuscheln, kann einem schon einmal die Sprache verschlagen. Dieser Landschaft wohnt ein Reiz inne, den man mit der Schönheit von Schottlands Highlands sehr gut vergleichen kann. Und dorthin machen wir heute eine Tagestour. Und unbedingt ohne Gepäck, weil wir einige Pässe befahren, auf denen man nur auf Singletrackroads vorankommt. Zuerst befahren wir den Kirkstone Pass und erreichen dabei den höchsten Punkt im Lake District mit 454m. Danach überqueren wir den Wrynose Pass (mit 393m). Von Osten her ist der Pass ein veritabler Kniebrecher, und auch von Westen her hat er eine Lake-District-typische Maximalsteigung von 20 %. Als Höhepunkt des heutigen Tages befahren wir danach den Hard Knott Pass (383m). Der Pass gilt gemeinhin als der schwerste der vielen im allgemeinen recht niedrigen Übergänge Großbritanniens. Und zwar wegen der hohen Durchschnittssteigung. In der Spitze hat der Hard Knott Pass auf beiden Seiten 30 % Steigung. Allerdings passen nur an wenigen Stellen zwei Fahrzeuge aneinander vorbei und wir waren froh, dass nicht viele unterwegs waren. Schmale Singletrackroads, schlechter Asphalt, uneinsehbare Kurven, starker Anstieg … all das macht diesen Pass zu einer Herausforderung. Für mich der schwierigste Pass, den ich bisher gefahren bin. Da sind die Pässe in den Alpen ein Kinderspiel dagegen. Zu guter Letzt fahren wir noch über den Honister Pass. Neben seiner Passhöhe liegt die letzte noch operierende Schiefermine Englands. Meiner Meinung nach ist der Honister Pass mit 25% Steigung von der Schwierigkeit her die Nummer Drei des Lake Districts nach dem Hard Knott Pass und dem Wrynose Pass. Auf dem Heimweg finden wir in Bassenthweite ein nettes Lokal und essen gleich zu Abend. Nach 284km sind wir 19Uhr im Hotel zurück. (Freitag, 08.07.22, wechselnd bedeckt und sonnig um 18 bis 22 Grad)

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Galloway Forest National Park

Heute morgen war vom gestrigen Starkregen nichts mehr zu sehen, es war trocken bei 15Grad und wurde im Laufe des Tages immer wärmer und sonniger. Mittags haben wir sogar unsere Aussenjacken in die Koffer gepackt und sind bei 24Grad nur mit Sommerjacke gefahren, das hatten wir zuletzt vor 14 Tagen, als wir gerade die ersten Tage in Schottland waren. Heute wollen wir nur durch den Galloway Forest National Park fahren und die Landschaft in uns aufnehmen. Deshalb fahren wir heute ausschließlich kleinste Singletrackroads. Darunter auch nochmal die schöne Strecke vom ersten Tag, als ich von der Landschaft nur so ins Schwärmen kam. Nach 300km kleiner Strassen kommen wir um 17Uhr in der Nähe von Carlisle an, wo wir die letzten drei Übernachtungen im Graham Arms Inn gebucht haben. (Donnerstag, 07.07.22, sonnig und trocken bis 24Grad)

Im Galoway Forest National Park
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Typisches schottisches Wetter

Jetzt hat es uns eingeholt. Es regnet schon die ganze Nacht. Auch am Morgen. Heute haben wir zwei Fährüberfahrten dabei und beide Male auf der Fähre hoffen wir, dass es auf der anderen Seite nur nieselt. Keine Chance, der Regen wird immer stärker, wir müssen unsere Strecke durch den Murshiel Country Park abbrechen und wählen den kürzesten Weg zum gebuchten Hotel. Solch einen typischen Regentag hatten wir schon befürchtet, aber glücklicherweise hatten wir auf der heutigen Fahretappe keine Sehenswürdigkeiten eingeplant. Es sollte ein Tag zum Landschaft schauen sein. Nun ja, von Landschaft war nun wirklich garnichts zu sehen. Dafür schlagen wir dann beim Abendessen im Hotel und in der Bar zu. (Mittwoch, 06.07.22, 14Grad und Regen ganztägig)

Noch auf der ersten Fähre
Wem gehört die Bar?
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Mull of Kintyre

Diesen Song von Paul McCartney haben wir im Ohr, als wir uns heute aufmachen, die vielbesungene Halbinsel zu erfahren. Auf dem Weg dorthin machen wir halt in Auchindrain und begeben uns auf Zeitreise durch ein verlassenes Highlanddorf. Als 1967 auch der letzte Bewohner sein Haus verließ, stand hier immer noch ein fast intaktes Dorf, wie es in ganz Schottland einzigartig war. Schon 1968 wurden die Gebäude zu einem Freiluftmuseum, heute stehen zwölf der 22 Gebäude den Besuchern offen. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Auchindrain

Jetzt sind wir schon auf Mull of Kentyre, aber wir wollen bis zum südlichsten Zipfel, dem Kentyre-Lighthouse. Als wir die letzten Kurven auf dem engen Track nehmen, beginnt es zu nieseln, der Regen zieht ins Land. Schnell noch ein paar Schnappschüsse, dann auf die Motorräder und die letzte Etappe zu unserem heutigen B&B in Angriff genommen. In der Unterkunft dürfen wir am Abendessen teilnehmen, wunderbar, denn wir haben seit dem Morgen nichts gegessen und auch nichts dabei. Und im Ort Carradale haben wir kein Restaurant gefunden. Vor der Dämmerung machen wir noch eine Ortserkundung, dann gehts ab zur Nachtruhe. (Dienstag, 05.07.22, trocken bei 15Grad, am Nachmittag sonnig bei 17Grad)

Auchindrain
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Von Nord nach Süd durch die Cairngorm Mountains

Von Boat of Garten starten wir morgens bei 10Grad. Kurze Zeit später sind wir schon mitten in den Skigebieten und bei 8Grad und Regen scheint die Vorstellung von Winter nicht schwer. Einzig die leeren Strassen entschädigen für das schlechte Wetter. Durch das bergige Herz der Highlands führt die höchste öffentliche Straße Schottlands, die Snow Roads Scenic Route. Auf 670 Metern über dem Meeresspiegel liegt der höchste Pass. Somit führt sie über die höchste öffentliche Straße in Großbritannien. Dazwischen verläuft sie in typischen Highland-Tälern vorbei an einigen berühmten Burgen und Schlössern. Bei Balmoral ist selbst der Parkplatz für die Schlossbesucher ziemlich leer. Das Schloss selbst kann man vom Parkplatz nicht sehen, also kein Schnappschuss möglich. Wir machen lieber eine kleine Wanderung zur Balmoral-Pyramide. Das geht steil bergan und ist in den Motorradklamotten doppelt anstrengend. Ein Kaffeestop in Pitlochry und schon sind wir am Tagesziel in Blackford angekommen. (Montag, 04.07.22, Regen bei 8 bis 14Grad)

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Transfer in die Cairngorm Mountains

Wir verlassen die Isle of Skye und haben dabei einen regnerischen Start. Eigentlich wollten wir noch einen Blick auf die Black Cuillins, die geheimnisvollen schwarzen Berge von Skye werfen und sind deshalb in den Stich nach Glenbrittle eingebogen. Schon nach einigen Kilometern war klar, da ist alles so vernebelt, da gibts nichts zu sehen. Sehr schade, aber wir kehren um. Einen Fotostop legen wir an der Sligachan Bridge, einer alte Steinbrücke mit drei Bögen über dem Sligachan River ein. Dann geht es ostwärts, denn unser nächstes Ziel sind die Cairngorm Mountains. Einen zweiten Fotostop legen wir dabei in Carrbridge ein. Die Old Packhorse Bridge ist die älteste Steinbrücke in den Highlands. Dann erreichen wir unser heutiges Tagesziel, Boat of Garten. Am Abend gehen wir ganz lecker essen im gehobenen Restaurant und entdecken danach bei einem Rundgang den schönen kleinen Bahnhof von Boat of Garten, der noch immer mit alter Technik betrieben wird. Hier verkehrt noch immer eine Museumsbahn (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Strathspey_Railway). (Sonntag, 03.07.22, regnerisch bei 14Grad, später trocken und kühl bei 15Grad)

Sligachan Bridge
Old Packhorse Bridge
Bahnhof in Boat of Garten

Micha schaut, ob der Wasserkran für die Dampflok noch funktioniert (und wird dabei nass)
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