Drei Grenzübertritte

Sonntag, 2.10.22. Vom Skutarisee brechen wir heute nach Norden auf. Wir verlassen Albanien im Norden und fahren über Montenegro und Bosnien und Herzegowina nach Kroatien. Mittendrin fahren wir 40 km kurvige kleine Bergstrassen, welche die schönsten Strecken des Tages für uns sind. Am späten Nachmittag fahren wir nach Dubrovnik rein. Hier haben wir eine Ferienwohnung für zwei Nächte. Das Highlight ist, dass die Aussicht vom Balkon direkt auf die Altstadt von Dubrovnik geht. Die Aussicht ist so toll, da gehen wir heute nicht Essen, sondern Micha holt für uns Pizza und Wein, welche wir später auf dem Balkon geniessen. Danach muss er 300 Stufen hoch zur Ferienwohnung zurück. Jede Aussicht hat eben ihren Preis.

Auch heute wieder offroad dabei …
Der erste Blick auf die Adria
Blick von Balkon auf die Altstadt von Dubrovnik
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Begegnung mit GS-Trophy-Fahrern

Sonnabend, 01.10.22. Der Start aus der Altstadt in Berat steil bergab über nasses, rutschiges Kopfsteinpflaster mit eingewachsenem Gras in der Mitte hat uns schon in den ersten 5 Minuten ins Schwitzen gebracht. Erinnerte mich an eine kurze Offroad-Einlage auf Kreta 2020. Danach fuhren wir erstmal 65 km, ehe Christoph beim ersten Pausenstopp meinte, er hätte sein IPhone in der Unterkunft liegengelassen. Ein Anruf und Nachfrage bei den Gastgebern ergab, das IPhone lag noch auf dem Bett. Wie ärgerlich es auch ist, bedeutete es 130 km zusätzliche Strecke, um das IPhone zu holen. Also machen sich Christoph und Micha auf den Rückweg, während ich auf Beide an der Raststätte warte. Unterdessen mache ich die Bekanntschaft zweier Motorradfahrer aus Taiwan, welche mit den Maschinen der International GS Trophy 2022 unterwegs waren. Ich glaube, sie waren sehr erstaunt, als sie im Gespräch merkten, dass ich über das Thema bestens im Bilde war. Als ich dann noch von meinem Training beim EnduroActionTeam in Meltewitz berichtete, stellten wir fest, gemeinsame Bekannte zu haben. Zum Schluss haben wir Kontaktadressen ausgetauscht, wenn Christoph in nächster Zeit in Taiwan ist, kann er den Kontakt vielleicht nutzen. Als Micha und Christoph dann nach zwei Stunden wieder an der Raststätte ankamen, war das IPhone wieder an Bord. Die restlichen 140 km sind wir dann in einem Rutsch durchgefahren zu unserem letzten Quartier in Albanien, in der Nähe von Shkoder, direkt am Skutarisee.

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Berat, die Stadt der tausend Fenster

Freitag, 30.9.22. Nachdem wir von Gjirokaster als Stadt so begeistert sind, wollen wir heute nach Berat. Das Frühstück auf der Terrasse über den Dächern der Stadt nehmen wir im Regen ein. Danach verzieht sich die letzte Wolke, es sollen heute noch über 30 Grad werden. Die Abfahrt über das Granitpflaster ist nicht easy, wir verfahren uns einmal in eine Sackgasse, müssen wenden und finden dann den Weg. Irgendwann biegen wir auf kleinere Strassen ab, kommen an Ölfeldern vorbei, auf denen noch gefördert wird. Relativ früh am heutigen Tag sind wir in Berat. Unsere Unterkunft in der Altstadt ist wieder nur über steile und kopfsteinpflastrige Gässchen erreichbar. Dabei ist an meinem Motorrad die rote Warnleuchte angesprungen. Temperatur des Motors zu heiß. Was genau ist das Problem? Zu erkennen ist, dass der Lüfter nicht anspringt. Das müssen wir morgen genauer beobachten. Nach einer kurzen Dusche machen wir uns dann auf die kurze Stadtbesichtigung und Suche nach Abendessen. Auf dem Nachhauseweg treffen wir unseren Gastgeber, welcher in einem Kaffee an der Hauptstrasse arbeitet und uns zu einem Espresso einlädt. Den Abend lassen wir auf der Terasse unseres Zimmers ausklingen mit einem tollen Blick auf die Stadt.

Frühstück mit Sicht auf das Castle
Ölförderung mitten im Nirgendwo
Die Gassen von Berat
Tausend Fenster?
Blick von der Terrasse unseres Zimmers
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An der Grenze zu Griechenland

Donnerstag, 29.9.2022. Von Korça im Südosten fahren wir heute weit südlich bis an die Grenze zu Griechenland. Leider werden wir vom Regen nicht verschont. Schon zu Beginn der kurvigen Strecken in den Bergen beginnt es zu nieseln und wir müssen sehr vorsichtig um die Kurven fahren auf den teilweise sehr schlechten und rutschigen Strassen. Unserem Jungspund fehlt die Erfahrung, für das Ausweichmanöver bleibt keine Zeit und er muss geradeaus durch das mindestens 30cm tiefe, mit Regenwasser gefüllte Loch mitten auf der Fahrbahn fahren. Ein fürchterlicher Rums, es kracht, gefolgt von einem Fluch. Danach ist Christoph pausenreif. Wir sitzen den grössten Regen im Cafe aus, dann fahren wir vorsichtig weiter. Am späten Nachmittag kommen wir in Gjirokaster an. Zum Guesthouse geht es steil bergan auf sehr rutschigem Granitpflaster. Aber wir wollten ja in der Altstadt wohnen, da müssen wir das in Kauf nehmen. Später schauen wir uns noch das Castle an und schlendern über den Bazar. Dann beschließen wir den Tag beim einheimischen Gastronomen.

Im Gjirokastra Castle
Gjirokastra Bazar
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Zum Ohridsee und weiter nach Süden

Mittwoch, 28.9.2022. In Tirana scheint die Sonne bei 26Grad, als wir die Motorräder auf dem Hotelparkplatz starten. Wir verlassen Albaniens Hauptstadt über die Autobahn südwärts. Die Strasse ist gut und leer. Erst in Elbasan wird der Verkehr dichter. Da es nur wenige Strassen gibt, die das Land horizontal queren, sind hier viele Fahrzeuge unterwegs. Uns kommen auch mehrere Motorradgruppen auf dem Weg nach Osten entgegen. In Pogradec, am Südufer des Ohridsees machen wir eine längere Kaffeepause, ehe wir gegen 16Uhr unser heutiges Reiseziel in Korça erreichen. Und das sogar trocken, wir sind den Regenschauern erfolgreich ausgewichen. Unterwegs hatten wir heute ein AHA-Erlebnis, wir wurden von einem Auto auf unserer Spur rechts überholt, quasi in die Strassenmitte abgedrängt. Da mussten wir erstmal durchatmen. Übrigens, an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten halten sich hier die wenigsten Albaner. Zum Abendessen kehren wir in einem regional bekannten Lokal ein. Es war sehr gut und wir haben ein Trinkgeld gegeben. Daraufhin haben wir drei Birnen zum Nachtisch geschenkt bekommen, als Revanche auf das Trinkgeld, was hier in Albanien so gar nicht üblich ist.

In Pogradec am Ohridsee
Orthodoxe Kathedrale in Korça
Mazedonisches Bier
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Wie soll unsere Route weitergehen?

Dienstag, 27.9.2922. Heute gehen wir die weitere Routenplanung durch Albanien an. Unbedingt in unserer Planung haben wir die 3-stündige Fahrt mit der Fähre über den Koman-Stausee von Koman nach Fierze. Allerdings: In den Nachrichten lesen wir, extremes Niedrigwasser im Koman-Stausee macht vor allem den Fähren zu schaffen, eine war auf der Fahrt blockiert und konnte nicht mehr weiter kommen. Der Betrieb der Fähren ist eingestellt, der Anleger in Koman ist für Fahrzeuge offenbar unbrauchbar.
Im September verkehrt die Großfähre Alpin nur noch an Samstagen und Sonntagen, jetzt sind die Fahrten bis auf weiteres ausgesetzt, so meldet es auch die Fähre in einer Email an Micha. Deshalb geht unsere Alternativroute morgen ab Tirana nach Osten zum Ohridsee und weiter nach Süden. Wenn wir dann an der Westküste zum Wochenende wieder nördlicher kommen, schauen wir nochmal genauer auf‘s Wetter. Am heutigen Tag haben wir einen ausgiebigen Stadtrundgang mit Besuch des Nationalmuseums gemacht.

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Sightseeing

Montag, 26.9.2022. In Tirana wollen wir uns treiben lassen. Ausruhen und relaxen von den anstrengenden Fahrtagen. Auch weil nun zwei Tage Regen angesagt sind, wollen wir nicht mit den Motorrädern in den Bergen unterwegs sein. Nach dem Frühstück fährt Christoph in die Werkstatt zum Motorradservis, die Bremsbeläge wechseln lassen. Das klappt problemlos, er kann dabei zuschauen, die Beläge selbst haben wir dabei. Das ganze dauert 10 min und als er ein Trinkgeld geben will, wird das kategorisch abgelehnt. Das Foto zeigt uns dann, dass die Bremsbeläge nicht so schlimm abgefahren waren, wie befürchtet. Nachdem das erledigt ist, schlendern wir gemeinsam durch die Stadt, über den Basar, ins Bunk’Art-Museum. Abends ist Christoph von einem Kollegen seiner Firma, der in Tirana zu Hause ist, zum Essen eingeladen.

In Tirana

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Hauptstadt. Tirana. Hotel Vila e Arte City Center.

Sonntag, 25.9.22. Nach einem lokalen Frühstück starten wir die Maschinen. Es geht südwärts nach Tirana. Die SH5 ist toll ausgebaut, die SH30 ebenfalls noch. Nach einigen Kilometern gehts in die Berge und die Strasse wird schlechter. In Burell stoppen wir zur Kaffeepause, danach wird die Strasse noch schlechter, teilweise geht es offroad. Das BMW-Navi hat die Strasse überhaupt nicht angezeigt und Micha wird ziemlich nervös in Anbetracht der Lage. Möglicherweise müssen wir die ganzen Kilometer zurück? Insbesondere, weil auf meiner Papierkarte die Strasse als „im Bau“ gekennzeichnet ist. Wenn sie also noch gar nicht befahrbar ist? Irgendwann kommen wir wieder auf eine bessere Strasse und fragen im Cafe nach, ob es auf der „im Bau“ gekennzeichneten Strasse rollt. Das wird bejaht und wir wagen es weiter. Letztendlich funktioniert es und wir kommen 16 Uhr im Hotel in Tiranas Zentrum an. Gerade sitzen wir nahe des Skanderbeg-Platzes und trinken Cocktails in der lauwarmen Spätsommernacht.

Auf dem Skanderbeg-Platz
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Ziel erreicht

Sonnabend, 24.9.22. Heute fahren wir nach Albanien rein. Bei schönstem Wetter starten wir in Kotor und fahren die Küstenstrasse in Montenegro nach Shkoder und dann weiter Richtung Osten bis Pukë. Der Grenzübertritt ging reibungslos mit wenig Wartezeit. Unsere heutige Übernachtung ist sehr urig mitten in den albanischen Bergen.

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Kotor, Bootstour und Ruinenwanderung

Den heutigen Freitag, 23.9.22, als Pausentag beginnen wir mit einem späten Frühstück, welches wir wieder selbst beim Bäcker besorgt haben. Danach haben wir verschiedene Unternehmungen für diesen Tag geplant. Micha und ich machen eine Bootstour zur Blauen Grotte und Christoph geht auf den Serpentinen-Bergtrail Ladder of Kotor steil hinauf und hinab. Dann treffen wir uns wieder in der Ferienwohnung und machen uns am Abend auf den Weg ins Restaurant.

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